Anerkennung ausländischer Abschlüsse: Die wichtigsten Schritte

Wer im Ausland eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat, kann den Abschluss in Deutschland prüfen lassen. Die Anerkennung ordnet Ihre Qualifikation ein – und ist in vielen Berufen die Voraussetzung, um überhaupt arbeiten zu dürfen.
1. Klären, ob Ihr Beruf reglementiert ist
In reglementierten Berufen – etwa im Gesundheits- und Pflegebereich oder im Lehramt – ist die Anerkennung für die Berufsausübung erforderlich. Bei nicht reglementierten Berufen ist sie meist freiwillig, kann Ihre Bewerbung aber deutlich stärken.
2. Die zuständige Stelle finden
Welche Stelle zuständig ist, hängt vom Beruf und vom Bundesland ab. Das Portal „Anerkennung in Deutschland“ (anerkennung-in-deutschland.de) hilft bei der Suche.
3. Unterlagen zusammenstellen
Üblich sind Zeugnisse und Abschlussdokumente, Nachweise über Ausbildungsinhalte, ein Lebenslauf und ein Ausweisdokument. Nicht deutschsprachige Unterlagen müssen in der Regel als beglaubigte Übersetzung vorliegen.
4. Antrag stellen und Ergebnis abwarten
Die Stelle prüft, ob Ihr Abschluss mit dem deutschen Referenzberuf gleichwertig ist. Die Bearbeitungszeit unterscheidet sich je nach Stelle und Beruf.
5. Mögliche Ergebnisse
Entweder wird die volle Gleichwertigkeit festgestellt – oder es bestehen wesentliche Unterschiede. Dann sind je nach Beruf Ausgleichsmaßnahmen möglich, zum Beispiel ein Anpassungslehrgang oder eine Prüfung.
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